Langstrecke

RHEINPOWER 24-Stunden-Radrennen von Duisburg: Geschichte eines Langstrecken-Klassikers

RHEINPOWER 24-Stunden-Radrennen von Duisburg: Geschichte eines Langstrecken-Klassikers

Das RHEINPOWER 24-Stunden-Radrennen von Duisburg zählte über viele Jahre zu den bekanntesten Ausdauer-Radsportveranstaltungen im Ruhrgebiet. Ausgetragen im Landschaftspark Duisburg-Nord — zwischen stillgelegten Hochöfen und Schlackebergen — wurde das Rennen zu einem festen Termin der deutschen Langstrecken-Szene. Dieser Beitrag dokumentiert das mittlerweile eingestellte Event als ein Stück deutscher Radsport-Geschichte.

Das 24-Stunden-Rennen im Landschaftspark

Das Format war ein klassisches Nonstop-Rennen über volle 24 Stunden. Gefahren wurde rund um die Uhr, sodass sich die Teilnehmenden auf wechselnde Witterung und vor allem auf die Stunden bei Dunkelheit einstellen mussten. Der industrielle Kulissenrahmen des Landschaftsparks: beleuchtete Hochofenanlagen, ein dauerhaft ausgeleuchteter Rundkurs — gab der Veranstaltung ihren unverwechselbaren Charakter und machte sie weit über Duisburg hinaus bekannt.

Antreten konnte man als Einzelfahrerin oder Einzelfahrer ebenso wie im Team. Mannschaften durften aus bis zu acht Fahrenden bestehen, die sich die Runden nach ihren individuellen Stärken aufteilten. Während die Solo-Starter vor allem ein Kräftehaushalt-Problem zu lösen hatten, lebte das Team-Rennen von der richtigen Wechselstrategie und der Kunst, die schnellsten Leute in den entscheidenden Nachtstunden auf die Strecke zu schicken.

Was die Veranstaltung verlangte

Ein 24-Stunden-Rennen fordert Konzentration, Ausdauer und Durchhaltevermögen in einem Maß, das sich kaum mit kürzeren Wettbewerben vergleichen lässt. Die organisatorische Seite war entsprechend aufwendig: Für die gesamte Renndauer mussten durchgehende Beleuchtung und eine klare Streckenbeschilderung sichergestellt sein, da der Kurs auch nachts befahren wurde. Genau diese Mischung aus sportlicher Härte und logistischem Aufwand prägte den Ruf des Rennens.

Für die Aktiven zählten am Ende dieselben Faktoren, die den Ausdauer-Radsport bis heute ausmachen: ein realistisches Pacing über viele Stunden, eine durchdachte Verpflegung und eine Materialwahl, die auf Zuverlässigkeit statt auf maximale Leichtigkeit setzt. Wer das 24-Stunden-Format unterschätzte, verlor selten in der ersten, sondern fast immer in der zweiten Nachthälfte.

Ende einer Ära: Was bleibt

Nach der letzten Austragung fand das RHEINPOWER 24-Stunden-Radrennen von Duisburg seit 2023 nicht mehr statt. Geblieben ist die Erinnerung an eine Veranstaltung, die Langstrecken-Radsport an einem ungewöhnlichen Ort sichtbar gemacht hat — und an die Faszination eines Rennens, das erst dort begann, wo andere längst aufhörten.

Für alle, die das Ausdauer-Format heute selbst angehen wollen, lohnt der Blick auf die Grundlagen: das richtige Pacing über die Distanz, eine belastbare Verpflegungsstrategie und die mentale Vorbereitung auf die langen Stunden im Sattel: Themen, die im Bereich Langstrecke ausführlich behandelt werden.

Wie man sich auf ein durchgehendes Langformat vorbereitet, zeigt der Beitrag zur Vorbereitung auf ein 24-Stunden-Rennen.